Ritter und Räuber

Robin of Sherwood Rollenspielforum
 
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 Mutiger Much

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Much
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BeitragThema: Re: Mutiger Much   Fr März 11, 2011 5:17 pm

"Wir haben keine Zeit für stundenlange Plaudereien !" warf Much ein, "macht das irgendwann anders ab!"
"Das ist wahr!" entgegnete John und blickte dabei Will scharf an.
"Schon gut, Mann!" fauchte der zurück. "Wie gehts jetzt weiter?"
"Timothy wird euch zu Robin bringen!" erläuterte Much das weitere Vorgehen, "da wartet ihr auf mich! Timothy hat genaue
Anweisungen, sollte etwas schiefgehen, wird er euch aus der Burg und der Stadt lotsen!"
"Und du? Was ist mit dir, Much?" mit besorgter Stimme hakte Tuck nach.
"Ich habe noch etwas anderes zu erledigen! Und nun geht, bevor wir hier noch entdeckt werden!"
Much sprachs, drehte sich um und verschwand im Gang.
Die Freunde blickten ihm verdutzt und ratlos hinterher.
"Was ist denn mit dem los?" fragte Will
John zuckte mit den Achseln.
Tuck schüttelte besorgt den Kopf.
Nasir dagegen lächelte nur leicht.
"Ich glaube der Kleine wird erwachsen!" grinste John nach geraumer Zeit.
Ein allgemeines Nicken antwortete ihm.
Nasir erinnerte die Anderen, dass es tatsächlich ratsam sei, Muchs Anweisung zu folgen und Robin aufzusuchen, da sie Much
ohnehin nicht mehr einholen konnten.
So überließen sie sich also der Führung Timothys und erreichten nur wenig später das sichere Versteck, in dem Robin auf sie
wartete.
Much hingegen hastete in entgegengesetzter Richtung die dunklen Gänge entlang.
Möglichst lautlos bewegte er sich, immer darauf lauschend, ob nicht irgendein verdächtiges Geräusch zu hören sei.
Aber die Korridore wirkten wie ausgestorben, niemand begegnete ihm, kein Laut, kein Schritt war zu hören.
Langsam näherte sich Much dem Westflügel, der sein Ziel war.
Er war nicht gewillt, die Burg ohne Marion zu verlassen.
Der Sheriff würde sie ansonsten als Druckmittel gegen Robin einsetzen.
Und das wollte Much sowohl seinem Bruder als auch Marion ersparen.
Noch hatte er keinen Plan, wie er es anstellen sollte, sie aus ihrem mit Sicherheit bewachten Zimmer zu entführen, ohne das
ganze Schloss aufzuwecken.
Aber es würde sich schon etwas finden.
Much vertraute in seiner kindlichen Naivität auf das Glück und günstige Umstände.
Ein Plan würde sich schon finden, wenn er erstmal in Marions Nähe war.
Bisher hatte ja auch alles beinahe reibungslos geklappt.
Warum sollte das nicht auch weiterhin so sein?
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BeitragThema: Re: Mutiger Much   Fr März 11, 2011 5:19 pm

Much näherte sich dem fraglichen Bereich zusehends. Eben wollte er um die Ecke eines Ganges biegen, als er schnell wieder
zurückfuhr.
Unweit von ihm standen zwei Wachen vor einer Tür. Dort musste Marion untergebracht sein, wozu sonst sollte diese
Vorsichtsmaßnahme dienen.
Vorsichtig lugte er um die Ecke.
In eben diesem Moment öffnete sich die Tür und heraustrat, nun, kein geringerer als der Sheriff höchstpersönlich.
"Überlegt es euch noch einmal, Lady Marion! Das Angebot steht nur bis morgen früh, habt ihr euch dann noch nicht
entschieden, werdet ihr mit eurem feinen Herrn Gemahl gemeinsam gehenkt!"
Lachend entfernte sich der Sheriff, nach dem er die Wachen noch einmal zu besonderer Wachsamkeit aufgefordert hatte.
Wovon hatte der Sheriff gesprochen, fragte sich Much und was machte er überhaupt um diese Zeit in Marions Zimmer.
Aber er beruhigte sich schnell, es war nicht mehr wichtig, denn er, Much, würde sie ja jetzt aus ihrem Gefängnis befreien.
Angebot hin oder her, das war jetzt gleichgültig.
Aber der Anblick des Sheriffs brachte ihm den ersehnten Plan.
Er erinnerte sich an die Wirkung Sir Guys als Geisel und beschloss, das gleiche noch einmal zu versuchen, nur diesmal mit dem
obersten Hüter der Gerichtsbarkeit in Nottingham, Robert DeRainault selbst.
Nachdem dessen Schritte verklungen waren, wandte much sich um und schlich zurück. An der letzten Weggabelung schlug er
eine andere Richtung ein und nach ein paar Mal hin und her erreichte er die Gemächer des Sheriffs ohne einer wache begegnet
zu sein, scchnell öffnete er die Tür und schlüpfte hinein in die dunkle Kammer. Der Sheriff war noch nicht da! Er musste sich
sehr viel Zeit gelassen oder einen Umweg geniommen haben.
Much versteckte sich nahe der Tür, zog sein Schwert und wartete.
Schon näherten sich die Schritte des verhassten Mannes und Much nachte sich bereit.
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BeitragThema: Re: Mutiger Much   Fr März 11, 2011 5:21 pm

Lange musste Much nicht warten, die Tür schwang auf und das Licht einer Öllampe fiel ins Zimmer.
Muchs Ecke jedoch blieb im Schatten.
Der Sheriff schloss die Tür und trat weiter in den Raum.
Much straffte sich, fasste das Schwert fester und stürmte aus seinem Versteck.
Doch in der schlecht beleuchteten Stube stieß er an den Tisch, von dem krachend ein Krug stürzte und am Boden in tausend
und mehr Scherben zerplatzte.
Der Sheriff wirbelte herum, seine Augen schienen fast aus den Höhlen quellen zu wollen.
"Du? Hier? WACHE!"
Dann schleuderte er Much sein Obergewand, dessen er sich gerade entledigt hatte, entgegen.
Muchs Sicht wurde dadurch behindert, da ihn das Gewand direkt im Gesicht traf.
Sein vorher schon ins Stocken geratener Ansturm, stoppte jäh als er über einen Stuhl stolperte, den ihm DeRainault in den
Weg stieß.
Mit einem Aufschrei fiel Much zu Boden und schlug hart auf.
Mit einem schnellen Schritt stand der Sheriff neben ihm, trat auf den Schwertarm, ein erneuter Aufschrei Muchs, seine Finger
ließen die Waffe fahren, die der Sheriff sich augenblicklich aneignete.
Am Boden und nun waffenlos, gestaltete die Situation sich keineswegs nach Muchs Vorstellung.
"Erheb dich, Bursche!"
Zischend und bedrohlich klang des Sheriffs Stimme.
Noch unangenehmer war jedoch die Berührung des Schwertes an Muchs Hals.
Verzweifelt suchte er nach einem Ausweg.
Aber momentan schien die Sache aussichtslos.
Er saß in der Falle.
Ein Entkommen schien unmöglich.
Verzeih mir, Robin, verzeih mir, Marion, dachte er noch bitter.
Schlimmer als sein eigenes Schicksal erschien Much sein Versagen, die Tatsache, dass er die Freunde enttäuschte.
Er hoffte nur, dass Timothy die anderen wenigstens sicher aus der Burg brachte.
Langsam, so als drückten Zentnergewichte ihn nieder, erhob er sich.
Angst stand in seinen Augen.
Flehentlich blickte er den zornesroten Mann vor sich an.
"Du kommst mir gerade recht!" schnarrte der Sheriff jetzt, "dann kann ich morgen die ganze Bande auf einmal hängen und bin
euch damit ein für allemal los!"
Much unterdrückte ein Grinsen, um den Sheriff nicht vorzeitig auf seinen Irrtum aufmerksam zu machen.
Stattdessen fragte er jämmerlich:
"Sir, ääh,.... Mylord, was ... was habt ... ihr jetzt ... mit mir vor?"
Ein höhnisches Lachen DeRainaults erscholl, das Much das Blut in den Adern gefrieren ließ.
"Und du Jammerlappen hast ernsthaft geglaubt, mich besiegen zu können? Du bist ein Nichts, ein Niemand! Schau dich an, wir
erbärmlich du bist, die Angst steht dir ins Gesicht geschrieben! Aber keine Angst es dauert nicht lang, morgen um diese Zeit
hast du es bereits hinter Dir!"
Much schluckte hart.
Der Kloß in seinem Hals aber wich nicht.
Fieberhaft suchte er nach einem Ausweg.
doch sein Hirn schien wie leergefegt, die Angst lähmte ihn.
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BeitragThema: Re: Mutiger Much   Fr März 11, 2011 5:24 pm

Schon war der Tritt der Wache auf dem Gang zu hören.
Wenn Much jetzt nicht schnell handelte, war es zu spät.
Was hatte der Sheriff gesagt?
Er sei jämmerlich!
Gerade dieses Wort ließ nun einen Gedanken in ihm aufblitzen.
Einen Versuch war es wert und wenn es fehlschlug, nun, dann verlor er nichts dabei, was er nicht ohnehin verlieren würde,
wenn er nichts unternahm.
Jämmerlich!
Sollte der Sheriff nur denken, dass er damit recht hatte.
Much verlegte sich aufs Jammern.
Mit kläglicher Stimme bat er:"Mylord ... Sheriff! Ich flehe euch an... habt Erbarmen, lasst mich gehen...!"
"Hör auf, Bursche! Mich kriegst du nicht weich!"
"Herr ich habe nichts Unrechtes getan, ich.... !" verzweifelt schluchzte Much.
Langsam ließ er sich auf die Knie nieder, streckte seine Hände bittend vor: "ich bin... noch so jung, ... ich will noch nicht
sterben!"
"Das hättest du dir früher überlegen müssen!"
"Aber Herr, ich... es ging nicht... ich konnte... nicht!"
"Warum konntest du nicht? Nenn mir einen vernünftigen Grund?"
"Ihr habt recht,... vernünftige Gründe kann ich nicht nennen, aber einen sehr Unvernünftigen!"
Während der Sheriff ihn verdattert anstarrte, warf sich Much nach vorne, ergriff mit jeder Hand ein Bein des Sheriffs und zog
mit aller Kraft daran.
Tatsächlich gelang es ihm, ob der Überraschung des Sheriffs, diesen aus dem Gleichgewicht zu bringen.
DeRainault verlor das Gleichgewicht, ruderte mit den Armen, fand aber nichts, woran er sich halten konnte und stürzte
schließlich rückwärts gegen die Bettkante.
In diesem Moment riss der wachhabende Soldat die Tür auf.
Much jedoch war einen Augenaufschlag schneller, hatte dem Sheriff bereits sein Schwert wieder entwunden und hielt es
diesem nun seinerseits an den Hals.
"Halt keinen Schritt weiter oder der Sheriff ist ein toter Mann!"
Der Soldat stutzte, reagierte aber prompt auf Muchs Zuruf und blieb stehen.
Much überlegte, wie er jetzt am besten vorging.
Er wusste, ihm blieb nicht viel Zeit.
Dann strahlte er: "Los Sheriff, befiehl dem Mann, Lady Marion hierher zu bringen und zwar unverzüglich!"
"Niemals!" schrie dieser außer sich vor Zorn.
Als Much jedoch den Druck des Schwertes verstärkte, gab der Sheriff nach und beauftragte den Mann: "Tut was er euch gesagt
hat!"
"Aber ich will hier nur euch und Lady Marion sehen, sonst verirrt sich das Schwert doch noch ins Herz des Sheriffs! Und schließt
die Tür hinter euch!", fügte Much an.
Der Soldat nickte nur und tat wie ihm geheißen.
"Nun?" fragte Much, "wer ist hier nun jämmerlich?"
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BeitragThema: Re: Mutiger Much   Fr März 11, 2011 5:26 pm

Der Sheriff schwieg verbissen.
Das hätte er diesem einfältigen Burschen gar nicht zugetraut!
Er hoffte jedoch, dass der Soldat sich nicht so sehr an das halten würde, was Much ihm geboten hatte, sondern sehr wohl mit
Verstärkung erscheinen würde.
Denn auch wenn er insgesamt eher feig war, so war er sich doch sicher, dass es einen Versuch wert war, diesen sonst so
dämlichen Müllerssohn zu überrumpeln zu versuchen.
Much hingegen hatte den Sheriff inzwischen zu einem Stuhl dirigiert, der an dessen Tisch stand.
Dort ließ er den Sheriff sich niedersetzen und stellte sich so hinter ihn, dass er ihn und die Tür gleichzeitig beobachten konnte.
Das Schwert beließ er immer noch deutlich bedrohlich an des Sheriffs Hals.
Ungeduldig und mit bangem Herzen wartete Much, ob seinen Anweisungen Folge geleistet wurde.
Er hatte viel gewagt und war sich keineswegs sicher, ob das so klappen würde.
Er hätte den Sheriff zwingen sollen mitzugehen, dann, ja dann hätte er die Kontrolle in der Hand gehabt.
Aber so?
Er konnte nur hoffen, das der Soldat zu sehr um das Leben seines Dienstherrn bangte, um irgendwelche Befreiungsversuche
zu starten.
Unsicherheit befiel Much.
Das dauerte schon viel zu lang.
Endlich hörte er Schritte auf dem Flur.
Es waren nur zwei Personen, die dort kamen und die Schritte der einen waren beinahe unhörbar, während der andere
trampelte wie ein ....., ja da fiel Much kein passender Vergleich ein. Halt wie ein alter Soldat!
Much grinste.
Er war sich sicher!
Das war Marion mit der Wache!
In diesem Augenblick öffnete sich die Tür.
Zuerst schob sich Marions Kopf durch die Tür, danach der Soldat.
"Much! Du bist 'ne Wucht!"
Much griente sie schief an.
Dann meinte er:
"Komm hilf mir, wir müssen den Sheriff verschnüren! Ach und bring die Wache mit! Die soll auch ein bisschen Spaß haben!"
Das ließ Marion sich nicht zweimal sagen.
In Windeseile wurden die beiden gefesselt und geknebelt!
Dann liefen Much und Marion los und warfen nicht einen Blick zurück.
Sie wussten, sie hatten nicht all zu viel Zeit.
Und bald schon würde es hell werden.
Sie mussten sehen, dass sie Sherwood bald erreichten.
Unterwegs berichtete Much Marion, wie er die anderen befreit hatte.
Auf Marions Gesicht zeichnete sich ein feines Lächeln ab, aber sie sagte nichts.
Wenig später erreichten sie die Gefährten, die immer noch mit Timothy gemeinsam in einem sicheren Versteck warteten.
Alle nahmen erleichtert die Rückkehr Muchs auf und staunten nicht schlecht, dass der junge Bursche ihnen nun auch noch
Marion mitbrachte.
Nur Nasir lächelte weise.
Er hatte gewusst, was Much beabsichtigte.
Ganz langsam hob er eine Augenbraue und zwinkerte Much zu.
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BeitragThema: Re: Mutiger Much   Fr März 11, 2011 5:28 pm

Much nahm Timothy beiseite.
"Kannst du uns einen Weg hier raus zeigen? Unter dem Schutthaufen können wir mit Tuck auf keinen Fall durch kriechen!"
Timothy musste kurz lächeln bei dem Gedanken, wie Tuck in dem engen Gang hoffnungslos stecken bliebe.
"Einer der Gänge endet im Pferdestall, aber damit seid ihr immer noch innerhalb der Burgmauern."
Much überlegte. Die meisten seiner Einfälle verwarf er wieder.
Aber dann file ihm etwas ein und er lächelte.
„Bring uns in den Pferdestall, alles weitere liegt dann in meiner Hand.“
Timothy nickte und begann, seine neuen Freunde durch das Labyrinth der Kellergänge zu führen.
Nach einer Zeit, die den Geächteten endlos erschien, erreichten sie das Ende eines Ganges. Über ihnen zeichnete sich deutlich
eine Falltür ab.
„Wenn ihr hier raufklettert, kommt ihr in der hintersten Ecke des Pferdestalls raus. Rechts ist nur noch die Stallwand. Nach
links reighen sich die Pferdeboxen aneinander,
Seid vorsichtig, so weit ich weiß, schläft die Stallknechte im Heu über den Pferden zur Sicherheit und weil es eine billige und
doch bequeme Unterkunft ist.
Much nickte dem Jungen zu und bedankte sich noch mal für dessen außergewöhnlichge Hilfe.
„Wir werden dich nicht vergessen, Timothy! sei dir dessen gewiß!“
Auch die anderen dankten dem klleinen Kerl, der kurz darauf im Dunkel der unterirrdischen Irrwege verschwand.
„Wo ist er hin?“ fragte Bruder Tuck neugierig.
„Much grinste:
„Er hat seinen ganz eigenen Weg hier raus! Derr aber für uns jetzt nicht mehr gangbar ist!“
Warum und wieso ließ der Rotschopf dahingestellt.
„Kommt jetzt, wir müssen hier weg sein, bevor es hell wird. Hilf mir hoch, John, damit ich die Klappe öffnen kann!“
Mit diesen Worten schnappte sich Much John.
Der begriff sofort und binnen Kürzestem saß Much rittlings auf seinen Schultern und stemmte sich mit aller Gewalt gegen die
Klappe.
Die schien jedoch zuerst nicht einen Deut nachzugeben.
„Verdammt! Da muss was Schweres drauf stehen“, überlegte Will wütend, „was machen wir nun?“
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BeitragThema: Re: Mutiger Much   Fr März 11, 2011 5:31 pm

Schnell kletterte Will auf Tucks Schultern und Robin, der sich allmählich erholte auf Nasirs Schultern.
Zu dritt stemmten sie sich gegen die Platte, die dem vereinten Druck nicht mehr standhielt und sich allmählich öffnete.
Much schnaufte.
Das wäre ein Reinfall gewesen, wenn sie
an dieser blöden Falltür gescheitert wären. Und Timothy hätte sie nicht mehr hinauslotsen können, da er ja längst auf dem
Weg nach draußen war.
Beinahe lautlos kletterten sie durch die Luke und hokten sich nieder. Sie lauschten, doch niemand schien das Schabende
geräusch vernommen zu haben, dass sie beim Öffnen verursacht hatten. Jetzt sahen sie auch, was die Luke verklemmt hatte.
Eine volle Futterkiste hatte mit einer Ecke auf der Tür gestanden und war nun durch den vereinten Druck zur Seite gerutscht.
Nachdem alle draußen waren, verdeckten sie den EIngang mit Stroh, die Kiste ließen sie doch so verschoben stehen, damit sie
das nächste Mal den Gang ohne SChwierigkeiten vverlassen konnten, wenn sie ihn brauchten.
"Und nun, Much, wie geht es weiter?"
fragte Will ungehalten.
Aber Much ließ sich nicht beeindrucken, er führte die Freunde leise und geschickt zum Ausgang, öffnete das Tor einen Spalt
und erkundete, die Lage im Burghof, dann winkte er seine Freunde und wies ihnen eine Nische an, danach verschwand er
erneut und die anderen fragten sich, was er nun wieder beabsichtigte.
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BeitragThema: Re: Mutiger Much   Fr März 11, 2011 5:34 pm

Much lief von Pferd zu Pferd und band die Tiere los. Er öffnete alle Türen und das große Tor, so leise wie möglich, dann huschte
er zu Nasir und flüsterte mit ihm. Der Sarazene nickte und ein feines Lächeln legte sich auf die Lippen des Sarazenen, der Pan
war gut. Nasir nickte und begann mit seinen Vorbereitungen, denen die anderen stumm und verwundert zusahen. Much
verschwand abermals lautlos und Will wunderte sich, wie geschickt und bedacht der rothaarige Junge vorging, der sonst so
unbeholfen wirkte.
Als er wieder kam, hielt er eine brennende Fackel in der Hand. Wo er die so schnell gefunden hatte, blieb sein Geheimnis.
Much verschwand im Stall, als er heraus kam, brüllte er aus Leibeskräften. Seine Freunde schraken zusammen, mussten dann
aber grinsen.
"Feuer! Es brennt! Alle Mann löschen!"
Die Aufmerksamkeit der Waehn richtete sich auf den Stall, aus dem bereits Rauchschwaden stiegen und aufgescheuchte,
ängstliche Pferde rasten. In wenigen Augenblicken herrschte ein riesiges Durcheinander im Hof, von schreienden Männern,
durchgehenden Pferden und dichtem Qualm. Much lächelte. Er hatte erreicht, was er wollte. Keiner würde auf die Männer
achten, die sich anschickten, die Burgmauer zu queren. Alle verfügbaren Männer waren beschäftigt, das feuer unter Kontrolle
zu bringen und die Pferde einzufangen.
Much mahnte zur Eile.
ER hatte eine Nische gefunden, die tief im SChatten lag und gänzlich unbeobachtet war. Hier stießen zwei Mauern in einem
Spitzen Winkel zusammen.
Nasir befestigte ein Seil an einem gebogenen Dolch. Er wirbelte Seil und Dolch erst einige Male um seinen Kopf bevor er
losließ. Gebannt verfolgte Much den Flug des Wurfgeschosses.
Das metallische Scheppern, als der Dolch jenseits der Zinnen landete, ließ Much zusammenzucken.
Während Nasir das Seil prüfte, blickte Much sich ängstlich um. Viel Zeit hatten sie nicht mehr. Doch noch waren sie
unentdeckt.
Nasir turnte mit spielerischer Leichtigkeit hinauf und befestigte nun das Seil sicher an einer Zinne.
Will folgte als Nächster. Robin, der noch zu schwach war, um selber zu Klettern, wurde das Seil um den Bauch gebunden und
Will und Nasir zogen ihn vorsichtig hinauf. Robin half, so gut es ging, in dem er sich mit den Beinen von der Wand abstieß, um
sich nicht an den rauen Steinen zu verletzen.
Danach folgten die anderen. Diesmal war es Much, der den SChluss bildete und ihren Rückug sicherte.
Oben auf der Mauerkrone blieb ales ruhig. Anscheinend half auch die Wache, die hier hätte Dienst tun müssen, nun unten beim
Stall das Feuer zu löschen.
Ohne weitere Zwischenfälle konnten sie an der Außenseite der Mauer hinabklettern und waren wenig später im Dunkel kleiner
Seitengassen verschwunden. Und noch immmer hatte niemand in der Burg bemerkt, welch Fang ihnen so eben wieder
entglitt.
Much harre wieder die Fhrung übernommen.
Will stieß John an.
"Wo will der mit uns hin? Das Tor liegt in einer anderen Richting!"
John zuckte die Schultern, erwiderte jedoch:
"Lass ihn machen, Much erscheint mir so überlegt, wie nie zuvor! Ich denke er weiß, was er tut!"
Will nickte.
So hatten sie Much noch nie erlebt. Die Aufgabe und die Verantwortung, die ihm zuteil geworden war, weil er als Einziger
unentdeckt geblieben war und damit seine Freiheit behalten hatte, schien ihn innerlich reifen und erwachsen werden lassen.
Seine Freunde konnten nur staunen über doie Leistung, die der sonst so einfältige Junge vollbracht hatte.
Er lotste sie in ein Haus, dass sich windschief direkt an die Stadtmauer lehnte.
zielstrebig kletterte Much in den ersten STock und betrat das Zimmer, welches direkt an die Mauer grenzte.
Der Raum war kahl bis auf einen verblichenen Wandteppich, der an einer Wand hing.
Die Freunde blickten sich verwundert an.
"Sag mal, bist du jetzt übergeschnappt, Much? Was sollen wir hier?"
Will raufte sich die Haare.
Tuck grinste schelmisch und erwiderte:
"Lass ihn, Will, der hat mehr Grips in seinem Finger als du in deiner ganzen Gestalt.
Will wollte aufbrausen.
Doch Nasir nickte und pflichtete Tuck bei, wäkrend er gleichzeitig Will begütigend eine Hand auf die Schulter legte.
"Hier ist unser Ausgang!" verkündete Much, trat auf den Vorhang zu und sichtbar wurde ein Loch in der Mauer, gerade groß
genug, um einen erwachsenen Mann durchzulassen.
Tuck blickte skeptisch.
"Meinst du wirklich, ich passe da durch?"
"Wir werden schieben!" John grinste. Dann begannen sie nacheinander hinein zu klettern. Will zuerst, dann Nasir, Tuck, John,
Robin, nach Robin folgte Marion, die bisher ganz still geblieben war und zuletzt wieder Much.
Das Loch ging in einen kurzen, abwärstführenden Tunnel über, der an einer Geröllhalde endete. Mehr rutschend als gehend
fanden sich alle wenig später unversehrt, wenn auch völlig mit grauem Staub bedeckt am Fuße dieses Geröllhaufens wieder.
In geringer Entfernung konnten sie die ersten Bäume des Sherwood erkennen und darauf eilten sie nun zu.

-Ende-
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