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 Ba(r)dische Knöpfle

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Alan a Dale
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BeitragThema: Ba(r)dische Knöpfle   Sa März 12, 2011 8:04 pm

Für alle, die ein passendes Sieb haben, hier das Rezept. ;-)

Da wir alemannisch korrekt sein wollen, sind es natürlich Knöpfle, keine Spätzle. Und es handelt sich um ein Knöpflesieb, nicht etwa ein Spätzlesieb, wie uns die Schwaben glauben machen wollen.

Das Faustregel-Rezept meiner Oma und (fast) aller denkbaren Generationen:

auf je 100 g Mehl, 1 Ei, 1dl warmes Wasser und 1 Prise Salz.


Für eine vierköpfige Familie nehmen wir schon 500g Mehl.

Die Eier in eine große Rührschüssel schlagen. Das Salz darüber streuen. Mit einem Rührlöffel das Mehl unterschlagen. Wenn der Teig zu fest wird (bevor der Rührlöffel abbricht), etwas Wasser zugeben. So lange mit dem Rührlöfel oder Knethaken weiter bearbeiten, bis er Blasen wirft und geschmeidig wird. Den Teig 1/2 Std. lang immer wieder durch schlagen (oder bis man die Geduld verliert).

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, 2 EL Salz zugeben.

Den Topf zur Seite ziehen, bis das Wasser nur noch leicht siedet. Kommt zu viel Dampf hoch, verfestigt sich der Knöpfle- Teig bereits am Sieb. Das Knöpfle - Sieb mit kaltem Wasser abbrausen. Etwa die Hälfte der Teigmasse auf das Knöpfle - Sieb geben und mit dem Schaber durch das Sieb pressen/streichen. Das Wasser aufkochen lassen. Die Knöpfle sind fertig, wenn sie nach oben schwimmen. Mit dem gelochten Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und gleich in einen Topf kaltes Wasser geben, das verhindert, dass sie zusammen kleben.  Wenn man sie dann abschüttet, kann man sie später aufbewahren, aufbacken oder Ähnliches. Wenn man sie sofort zum Gericht verwenden will, fällt dieser Teil natürlich weg.

Spätzle oder Knöpfle ?

Der Teig ist mehr oder weniger der selbe. Im württembergischen Schwabenland bevorzugt man die langen Spätzle, die entweder vom Brett geschabt oder durch die Spätzlepresse gedrückt werden.

Weiter im Süden, also bei den Bayerischen Schwaben, im Allgäu, bei uns im Allemanisch- Badischen oder in der Schweiz bevorzugt man die kurzen Spätzle, die man dann Knöpfle nennt. Dazu braucht es einen "Knöpflehobel" - oder eben das Knöpflesieb.

Wer mehr wissen will, findet das hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sp%C3%A4tzle

Da sind auch mögliche Rezepte mit dabei.

Bei uns gibts Knöpfle traditionell an Festtagen, oft zusammen mit Braten und Soße oder mit Schäufele (so was Ähnliches wie Kochschinken). Man kann sie aber auch in der Pfanne aufbacken oder eben wie andere Nudeln auch verwenden.

Aufbewahren lassen sie sich frisch 2-3 Tage in einem abgedeckten Gefäß im Kühlschrank.


Es sei aufgetragen und gespiesen!
Und die Mahlzeit angepriesen!
Lasset es euch schmecken,
bleibe nichts im Halse stecken
lobet gnädigst euren Koch
und belohnt doch mich auch noch!


;-)

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carpe diem. "Pflücke die Knospe, solange es geht,
Und die Blüten, wenn sie noch prangen."
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